Auswirkungen Meditativen Gehens

Als dein Körper in Kinderjahren das Gehen lernte, war das für ihn ein Wechselspiel aus fehlgeschlagenen und geglückten Versuchen. Heute dürfte sicheres Gehen für dich selbstverständlich sein.

Mit Meditation verhält es sich grundsätzlich genauso, aber in umgekehrtem Sinne. Das bedeutet, dein Körper und dein Geist hatten die Fähigkeit, Meditation zu erleben, bereits mitgebracht. Sie muss nicht erst erlernt werden.

Die Fähigkeit zur Meditation ist jedem Menschen in die Wiege gelegt und wird im Laufe der Jahre lediglich verschüttet. Du kannst diese Fähigkeit wiederentdecken. Dein Körper kann sich daran erinnern und mit vermehrter Übung immer öfter und leichter einen meditativen Zustand annehmen.

Um es aber ganz klar zu formulieren: Eine Meditationstechnik ein Mal anzuwenden und daraufhin eine Veränderung bei sich zu erwarten, wäre naiv!

Das Wichtigste ist aber der Entschluss, überhaupt mit Meditation zu beginnen!

Da Gehen an sich, als Mittel der Fortbewegung, ein Teil des Alltages ist, kann Meditatives Gehen in idealer Weise für dich Teil des Alltages werden – denn genau da gehört Meditation hin!

Wenn du einmal einen Workshop für Awareness-Walk besucht hast, kannst du diese Technik danach für dich jederzeit weiter üben und sie zum heilsamen Teil deines Alltages werden lassen.

Nach einiger Zeit wirst du wertvolle Veränderungen bei dir feststellen! Irgendwer hat einmal den Begriff „Gemeinschaft des Lebendigen“ geprägt. Ich finde ihn wunderschön! Wenn du dich beim Meditativen Gehen oft in der freien Natur aufhältst, vielleicht alleine, vielleicht auch in einer Gruppe, dann wirst du verstehen lernen, was die Gemeinschaft des Lebendigen bedeutet. Bäume, Blumen, Tiere, aber auch die Luft, die Erde und die Sonne werden näher bei dir sein. Es ist ein neues Erlebnis von Familie.

Meditation bedeutet grundsätzlich, bewusster dir selbst gegenüber zu werden. Das gilt sowohl für deinen physischen Körper, als auch für deine Gedanken und Emotionen.

Es wird oft so sein, dass dir beim Meditativen Gehen Problembereiche deines Körpers bewusst werden. Es werden ebenso Gedanken und Emotionen auftauchen, die dir die Chance bieten, ihnen gegenüber bewusster zu werden.

Bewusster zu werden bedeutet nicht, gegen Gedanken und Emotionen anzukämpfen. Es bedeutet lediglich, klar und urteilsfrei wahrzunehmen („es ist, wie es ist“).

Aus dieser Neutralität der inneren Haltung heraus wirst du dich entspannt fühlen und die Möglichkeit nutzen können, deinen Körper, deine Gedanken und Emotionen immer tiefer und klarer zu verstehen.

Tiefes und klares Wahrnehmen und Verstehen ist der Schlüssel, um zur Wurzel deiner Gedanken und Emotionen zu gelangen. Verstehen wird unmöglich, wenn du durch Wertung und Urteil die Dinge verzerrst, Verantwortung und Ursachen nach außen projizierst und dich selbst belügst.

Nach einiger Zeit der meditativen Praxis, wirst du aufkommende Emotionen klarer und auch früher erkennen können. Du wirst auch feststellen, dass viele deiner Gedanken auf irgendwann einmal geprägten Glaubenssätzen und Erlebnissen basieren.

Die wichtigste Auswirkung von Meditation ist, dass du dich immer weniger mit deinen Gedanken und Emotionen identifizierst und immer mehr zum Meister deiner inneren Welt wirst, als von ihr beherrscht zu werden. All das wird dich entspannter machen, es wird dich vor vielen inneren und äußeren Konflikten bewahren und dir ein bislang nicht erlebtes Stück Lebensqualität bescheren.

Bis dahin kann es ein gutes Stück Weg sein, aber bei konsequenter Übung wirst du deinen Weg sicheren Fußes gehen!

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