Gedanken sind Gäste

Gedanken sind Gäste.  Sie sind ständig unterwegs. Sie wandern vom einen zum anderen, werden von hier nach dort gezogen, je nachdem wo sie Resonanz vorfinden, da tauchen sie auf.

Nein, sie sind nicht unser Eigentum.
„Die Gedanken sind frei“ heißt es in einem alten Volkslied.
Gedanken sind ein Meer, das keinen Besitzer hat, ein Meer das frei ist und immer verfügbar ist.

Weil Gedanken nicht mein Eigentum sind, ist es auch töricht mich mit ihnen zu identifizieren.
Identifiziere ich mich mit ihnen, sammle ich sie und halte ich sie fest, dann werden sie zu meiner persönlichen Geschichte. Es ist wie ein Fotoalbum, eine Sammlung von Erinnerungen. Dann sind sie ein Schleier um mich herum, wie eine Staubschicht, unter der ich mich immer weniger erkennen kann. Erinnerung ist alt, abgetragen, nur noch ein Abglanz. Sie ist wie Kleidung, die mir nicht mehr passt.

Jenseits der Gedanken – in der Stille des einfachen Seins – kann ich Gedanken beobachten wie Vögel, die an mir vorübergleiten, wie Wolken am Himmel. Sie gehören zu dieser Existenz der unendlichen Vielfalt, die sich immerzu verändert und bewegt.
Gedanken sind körperlose Wesenheiten, aber sie trachten danach, sich zu verkörpern. Sie werden zu Dingen.
Materie entsteht durch Gedanken. Materie könnte man vielleicht als die Kristallisation von Gedanken bezeichnen.
Meist ohne es zu wissen, benutze ich diese Eigenschaft der Gedanken nach Verkörperung, um meine eigene Realität zu erschaffen.
Meine eigene Schwingung zieht gleichschwingende Gedanken an und sie verdichten sich zur Körperlichkeit.
Verändere ich meine Schwingung (Bewusstsein), ziehe ich andere Gedankenformen an. Durch Verändern meiner Schwingung habe ich nahezu unbeschränkte Möglichkeiten.

Es ist das Bild des paradiesischen Gartens, in dem alles in Fülle vorhanden ist.

Visionen und Gefühle verändern meine Schwingung und werden zu einem Schlüssel zu dem grenzenlosen Schatz meiner Möglichkeiten.

Ja, Gedanken sind Gäste und sie spiegeln mein eigenes Bewusstsein. Sie spiegeln den Zustand meines Bewusstseins.

Eine Antwort zu “Gedanken sind Gäste

  1. Hallo und guten Tag
    seit 17 Jahren praktiziere ich Zen und bin mir über die kraft der Gedanken bewusst. Wie du richtig schreibst:

    Identifiziere ich mich mit ihnen, sammle ich sie und halte ich sie fest, dann werden sie zu meiner persönlichen Geschichte. Es ist wie ein Fotoalbum, eine Sammlung von Erinnerungen. Dann sind sie ein Schleier um mich herum, wie eine Staubschicht, unter der ich mich immer weniger erkennen kann.

    Genau dieses Gefühl habe ich auch immer: „dies ist doch nicht meine Art zu Denken“ Wenn ich das ganze unter dem Aspekt der Gäste betrachte, kann ich auch hier ungebetenen Gäste rauswerfen.
    Ich danke Dir für Deine Gedanken.
    Liebe Grüsse zentao

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