Was ist Meditation?

Meditation selbst ist keine Technik, sondern eine Erfahrung innerer, bewertungsfreier Klarheit. Körperliche und geistige Entspannung sind dabei sozusagen Nebenwirkungen.

 

Attribute der Meditation sind Losgelöstheit und Nicht-Identifikation.

Alle Techniken, deren Ziel die Erfahrung der Meditation ist, können nur eine Möglichkeit der Hilfe sein, um die Erfahrung der Meditation zu begünstigen.

Meditation ist wie ein Gast. Du kannst ihn einladen und mit geeigneten Techniken die Voraussetzungen für sein Erscheinen schaffen, aber du kannst sein Kommen nicht erzwingen. Jede Form von Zwang verhindert Meditation.

Die Fähigkeit, meditativ zu ein, ist jedem Menschen angeboren. Erlernbar sind lediglich die Techniken, die diesen Bewusstseins-Zustand begünstigen.

Meditation ist ein besonderer Zustand deines Bewusstseins.

Wenn du über deine Sinne mit deiner Umwelt in Kontakt trittst, werden Sinneseindrücke, ohne dass du es bemerkst, zum Gehirn geleitet und mit bereits vorhandenen Informationen verglichen. Anhand dieser Informationen erkennt das Gehirn das Gesehene, Gehörte oder Gefühlte. Es entspricht für dich also dem, was du bereits darüber weißt. Sinneseindrücke werden daher zu subjektiven Erfahrungen. Das Gleiche gilt für Gedanken. Sie entstehen nach dem Abbild von Mustern, die im Laufe des Lebens erzeugt wurden. Aus dieser Art „Programmierung“ entsteht unsere individuelle Denkweise.
Denken und Verstand hinken der Realität hinterher

Die Routine unseres Gehirns, Eindrücke, Gedanken und Gefühle mit Mustern und vorhandenen Informationen abzugleichen, führt dazu, dass wir die Welt  unserem Wissen, unseren Prägungen und Mustern entsprechend wahrnehmen.
Das ist durchaus ein Vorteil, denn diese Routine warnt uns vor Gefahren und ermöglicht es, uns in der Welt zurechtzufinden.

Es kann aber auch ein entscheidender Nachteil sein:
Da die meisten Gedankenmuster unbewusst sind, sind wir sehr stark an sie gebunden. Da sie unbewusst sind, wissen wir oft nicht, dass unser Denken nicht frei, sondern von oft alten, überkommenen Mustern gesteuert ist. Jeder wird sich im Laufe des Lebens schon gewundert haben, dass er immer wieder in sehr ähnliche Situationen gerät. All dies hat mit Mustern zu tun, die im Hintergrund die Fäden für uns ziehen.

Unfrei macht uns auch, dass unser Gehirn uns die Welt und uns selbst auf Basis gesammelter Informationen erleben lässt. Daher nehmen wir die Welt und uns selbst nie als Realität wahr.

Alles ist Illusion: Meditation kürzt den Weg der Wahrnehmung ab

Wenn du in Meditation bist, bist du nichts weiter als Beobachter. Du beobachtest die Instanzen in dir und um dich herum, die etwas tun. Meditation ist Nicht-Tun.
Wei-Wu-Wei: Tun durch Nicht-Tun.

Ist deine Meditation tief genug, wirst du beobachten, woher deine Gedanken und Gefühle kommen. In sehr tiefer Meditation ist dein Bewusstsein direkt mit der Realität verbunden, ohne dass deine Wahrnehmung den Umweg über die Interpretation geht.

Meditation und Alltag

Wirkliche Bedeutung erhält Meditation, wenn dein Alltag zur Meditation wird. Es mag für den Anfang genügen, bestimmte Meditationszeiten und -orte zu haben.

Je länger du übst, um so mehr wird Meditation dein ganzes Leben mit einbeziehen.

Meditation ist keine Flucht aus dem alltäglichen Leben. Sie ist vielmehr eine andere Sicht, die dem Leben viele neue Facetten hinzufügt.

Weitere interessante Informationen zu Meditation gibt es im Online-Magazin für Meditation findyournose.com

Hier ein Video, in dem Osho das Phänomen der Meditation in für ihn typisch einfacher und ebenso wunderbarer Weise beschreibt (Englisch):

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