Innere Meditationsräume

Wer mit Meditation beginnt oder daran gewöhnt ist, einen festen Platz für seine Meditationsübungen zu haben, dem wird es wahrscheinlich zunächst schwer fallen, Meditation in seinen Alltag einzuladen.

Im Alltag meditativ zu sein bedeutet, möglichst viele Tätigkeiten während des Tages, in bedingungsloser Wachsamkeit und absoluter Präsenz im Augenblick auszuführen.

Mir gelingt das bisher immer nur für kurze Phasen und bei Tätigkeiten, die nicht viel Nachdenken und Planen erfordern: Abspülen, Zähneputzen, Gehen, Warten, Aufräumen, Putzen, Blumen gießen und weitere ähnliche Tätigkeiten.

Es macht wenig Sinn, eine durchgehende Meditationsphase über mehere Tätigkeiten zu erwarten. Besser ist es – nach eigener Erfahrung – für passende Tätigkeiten jeweils zeitweilige innere Meditationsräume zu schaffen. Das können wenige Minuten des Abspülens sein, ein oder zwei Handgriffe beim Aufräumen, ein ganz kurzer Augenblick des Wartens. Danach darf die Übung beendet sein.

Entscheidend ist für jede dieser Phasen, ist eine kurze Vorbereitung in Form einer Affirmation:

„Ich bin. Jetzt. Es existiert nichts als dieser Augenblick. Die ganze Welt besteht nur aus diesem kurzen Augenblick. Es existiert nichts als das, was ich jetzt tue.“

In diesem Sinne kann man es für sich formulieren.

Innerer Meditationsraum bedeutet also, sich auf eine kurze Phase der Meditation einzustimmen.

Meine eigene Erfahrung dabei ist, dass Geräusche angenehmer werden, Dinge und Lebewesen liebevoller und andächtiger behandelt werden, Liebe aufkommt, Formen interessanter werden und neue Details entdeckt werden und sich eine unbeschreiblich schöne innere Ruhe ausbreitet.

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