Meditation: Zeuge göttlicher Kreativität sein

Schon so oft hat mein Verstand gefragt, wer oder was diese Welt erschaffen hat. Wer oder was besitzt die Intelligenz, das Wunder des Lebens in seinen unbeschreiblich reichhaltigen und schönen Formen zu gestalten? Wie von Zauberhand entstehen neue Formen, passen sich an ihre Umgebung an und schaffen ein Gleichgewicht miteinander.
Die Intelligenz menschlicher Gehirne wäre aufs Äußerste gefordert, nur annähernd ebenbürdige Techniken und Kniffe nur zu ersinnen, wie es die göttliche Intelligenz versteht, Lebensformen in solcher Vollkommenheit, Vielfältigkeit,  Schönheit und Anpassungsfähigkeit zu erschaffen.

Meditative Techniken, von denen es so viele geben mag, wie es Menschen auf der Erde gibt, sind eine Hilfe, um die eigene innere Welt zu erkunden, in der sich die Kreativität Gottes spiegelt. Die Erfahrung von Meditation, kann ein Zugang zum Verständnis göttlicher Intelligenz und Kreativität sein.

Meditation ist die Neugierde eines Kindes

Das Eintauchen in Meditation bedeutet nichts Anderes, als sich all seiner inneren gedanklichen und äußeren körperlichen Bewegungen bewusst zu sein und auf eine Ebene der Stille zu sinken, die von allen inneren und äußeren Bewegungen unberührt bleibt. Auf dieser Ebene der Stille ist letztendliches Gewahrsein ohne jede Beurteilung, ohne Vergleich, ohne Etikett.
Es ist ein offenes, empfängliches und kindlich neugieriges Aufhorchen für alles das, was geschieht.

Bewusstheit oder Klarheit, die in Meditation erwacht, ist vollkommen zwanglos. Sie kennt keinerlei Dogmen, keinerlei erlernte moralische Verpflichtungen,  Richtlinien oder Vorlieben.
Bewusstheit oder Klarheit, die in Meditation erwacht, erkennt Gedanken und Emotionen als flüchtige Schleier, die vergänglich sind wie alles Grob- oder Feinstoffliche.

Sind die Schleier durchdrungen, erhält Sehen eine neue Qualität.
Dieses neue Sehen lässt eine ganz neue Art Gedanken erkennen, die sich von verstandesgebundenen Gedanken grundlegendst unterscheiden. Ganz sicher kann man es als Sehen und Denken mit dem Herzen umschreiben. Das ist eine oft gebrauchte Umschreibung und sie trifft dafür sehr gut zu.

Verstand würde fragen: „Worüber freust du dich?“

Die Merkmale dieses Sehens und Denkens sind, dass weder Wunsch, Kritik oder Vergleich eine Seite bilden, der eine veränderungswürdige Seite der Realität  gegenübersteht. Vielmehr ist dieses Sehen und Denken als tiefe Freude zu empfinden, für die es keinerlei Gründe bedarf. Die andere Seite für den Vergleich gibt es nicht.

Diese Freude benutzt keine Objekte, auf die sie sich bezieht.

Meditative Freude ist Hingabe und Dankbarkeit

Sehen und Denken ohne die Schleier vergleichender und bewertender Gedanken, ist reinste Dankbarkeit. Ein Objekt als Bezug – in welcher Form auch immer – existiert nicht.

Sehen und Denken ohne Schleier, ist reine Hingabe an das „Göttliche Sein“, das nach vorne strebt ohne zurück zu schauen.
„Göttliches Sein“ kennt keine Gegensätze. Es kennt nur Variationen seiner Selbst in freudvoller, verspielter Bewegung und Veränderung.
Einziges Ziel göttlichen Seins ist Erfüllung durch Freude, die sich durch sich selbst bestärkt. Was von dieser Freude berührt wird, gerät selbst in Bewegung, wandelt sich und wird selbst zu Freude, die sich wiederum durch sich selbst bestärkt.

Die Schöpfung ist Lebensfreude, die sich in unzähligen Erscheinungen immer wieder neue Formen gibt…..

Eine Antwort zu “Meditation: Zeuge göttlicher Kreativität sein

  1. Sehr schöne Erklärung der Meditation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s