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Ritual gefällig?

Noch ein Ritual?
Rituale begleiten dich, mich und andere vom morgendlichen Aufstehen bis man abends wieder im Bett liegt.
Viele davon sind fleißige Diener im Alltag, die mir das Nachdenken ersparen, weil sie als kleine Programme in meinem Nervennetz selbständig für mich Dinge erledigen.
Ein Stück weit machen mich diese Helferlein zum Androiden. Einerseits erleichtert dies die Routine im Lebensalltag, andererseits zeigt es mir, wie unbewusst und unbeteiligt ich während dieser ritualisierten Abläufe bin.

Ganz sicher wäre es doch interessant und gar förderlich, ein Ritual mit Bewusstheit zu begehen.

Es gibt da auch schon einen ganz konkreten Vorschlag:

Wie würde sich mein Denken und Handeln verändern, wenn ich beim Denken und Reden auf die Worte NEIN und NICHT verzichte?
Stimmt, das ist am Anfang etwas schwierig. Man stellt dabei fest, wie sehr negative Formulierungen zur Gewohnheit geworden sind, obwahl man sich doch im Grunde für einen positiv denkenden Menschen hält.

Einis ist klar:
Gedanken werden Dinge.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Ich habe dieses Experiment schon oft gemacht und festgestellt, dass mein Denken und Handeln eine ganz andere – nämlich positive – Qualität erhält.

Probiert es aus! Ihr werdet staunen.

Emotion und Gefühl…

Lange Zeit war ich der Ansicht, dass Emotion und Gefühl das Selbe seien.  Ich denke, es gibt da einen gravierenden Unterschied.

Behauptung
Es existieren nur zwei Emotionen:  Liebe und Angst.

Je nachdem, von welcher Emotion meine Gedanken gefärbt sind, entsteht daraus ein entsprechendes Gefühl.

Sind meine Gedanken von Liebe gefärbt, entsteht ein schönes, angenehmes Gefühl, das eher als „wahr“ bezeichnet werden kann.

Sind meine Gedanken von Angst gefärbt, entsteht ein unschönes, unangenehmes Gefühl, das eher als „unwahr“ bezeichnet werden kann.

Alte Strukturen

Alte Strukturen zerbrechen physisch von außen nach innen. Spirituell verwandeln sie sich von innen nach außen.

Stille

Innere und äußere Stille gehört zum absolut Wichtigsten im Leben!
Nur dann kann ich die nahezu lautlosen Gedanken hören, die es in mir denkt. Sie sind heute die Samen für das, was ich morgen sein werde!

Herz und Verstand

Das Herz entscheidet sich immer für Totalität. Es macht keine halbe Sachen und dabei strebt es das intensivst mögliche Erleben an. So ist meine Erfahrung. Herz und Verstand existieren in einer ganz „unterschiedlichen Kultur“. Während der Verstand sich immerzu an Sinn, Zweck und Ergebnis orientiert, stürmt das Herz in die Richtung der lebendigsten, intensivsten und freudvollsten Erfahrung.
Erst hinterher stellt der Verstand fest, dass aus dieser Erfahrung Kraft, Sinn und Freude entstanden sind.

Die kopflose himmlische Liebe

Versucht man, sich die Reinform von Liebe vorzustellen, erinnert man sich vielleicht an Begebenheiten und Szenarien, bei denen sie im Spiel war. Sie selbst, in ihrer Reinform, hat kein eindeutiges Gesicht, keine Form und ist keiner bestimmten Persönlichkeitsstruktur zuzuordnen.
Insofern könnte die Liebe die Gattin Gottes sein, der ebenso im Unsichtbaren agiert und seine Kreationen lediglich als Spur seiner Existenz hinterlässt.

Was die Liebe angeht, so ist es erstaunlich, dass sie selbst denjenigen gewogen ist und diese unterstützt und pflegt, die menschlicher Beurteilung nach Schlechtes und Liebloses tun.

Ist sie von den Wesen auf dieser Erde so verschieden, dass sie sich für menschliches Empfinden so widersprüchlich verhält?

Ganz ohne Zweifel ist die Liebe sehr intelligent. Sie weiß, dass es nichts Böses gibt, sondern dass es nur Verirrungen sind, die geschehen können, wenn sie selbst – die Liebe – aus dem Blickfeld geraten ist.

Die Liebe weiß, dass sogenanntes Böses nur von ängstlichem Denken erdacht und von diesem Denken in eine Form gebracht und als wahr angenommen wird.
Insofern scheint düsteres Licht auf menschliches Denken, das offenbar alles das zu erzeugen imstande ist, was die Liebe nicht ist.

Es scheint, dass Denken anfällig dafür ist, das Gegenteil von Liebe zu erzeugen.
Als Gegenteil der Liebe bezeichnet man die Angst, die, ebenfalls wie die Liebe, selbst kein Gesicht besitzt. Sie zeigt sich in ihren Manifestationen wie der Gier, der Gleichgültigkeit, dem Misstrauen, der Trennung, der Ablehnung, der Anklage und der Verurteilung.

Weiter betrachtet, scheint menschliches Denken überhaupt erst die Voraussetzung für die Existenz und das Erkennen von unvereinbaren Gegensätzen zu sein, die sich im Augenblick der Liebe aber wieder zur Einheit vereinen, als seien sie nie getrennt gewesen.

Blendet Liebe das Unvereinbare und das Böse aus? Ist sie kopflos und naiv?
Oder ist sie die verborgene himmlische Wahrheit im Schatten der Dämonen menschlicher Gedanken?

Menschliches Denken kann nicht anders, als sich in Gegensätzen zu verlieren, denn es ist ein Werkzeug in der unvermeidlich gegensätzlichen Welt der Materie, die als eine Facette von vielen des Daseins im angstvollen Kampf mit der Vergänglichkeit und um Überleben verstrickt ist.

Was ist die Alchemie der Liebe, die es versteht, Gegensätze zu einem Ganzen zu vereinen?
Wo ist ihre himmlisch vereinte Welt, während sich die menschliche Welt in Gegensätzen und Trennungen verliert?

Die Buddhas der Menschheitsgeschichte hatten die Alchemie der Liebe verstanden und sie hatten erkannt, dass die menschliche Welt der Gegensätze lediglich der Schein einer vom Denken projizierten Betrachtungsweise ist, auf die sich Menschen in kollektivem Irrtum als Wahrheit verständigten.

Ist die Welt der Liebe die eigentliche Wahrheit, die hinter einer Maske der Täuschungen und Irrtümer verborgen ist? Sind Vergebung, bedingungsloses Annehmen, sorgsame Pflege, Geben ohne Erwartung, Mitgefühl, Verständnis, Ausgleich, die Erkenntnis des Einsseins, das Sein im Jetzt, das Nähren innerer und äußerer Schönheit – die in tiefstem inneren und äußeren Frieden Ausdruck finden – das eigentliche Muster der Wirklichkeit?

Ist die menschliche Welt des Kampfes, der Rache, der Missgunst, das Hadern mit Vergangenem und die Sorge um das Zukünftige ein über die Jahrtausende zu Stein gewordenes Trugbild?

Was hält den Denker davon ab, seine Betrachtungsweise zu verändern?
Es ist die Angst vor der Vergänglichkeit, vor Verlust und vor Niederlage, die den menschlichen Urvätern um des Überlebens einer fragilen Art Willen eingepflanzt wurde und die sich bis zum heutigen Tag unbeachtet über die Generationen im Denken erhalten hat.

Angst und Denken sind Teile, die sich gegenseitig suchen und voneinander abhängig sind. Beides sind sie Teile, denen das Festhalten gemein ist.
Ein Attribut der Liebe ist das Loslassen, das aber nur geschehen kann, wenn die angstbesetzten, unterbewussten Muster menschlichen Denkens die Oberhand verlieren.

Das Herz denken lassen

Gedanken, die sich immer wieder aufdrängen und manchmal sogar bis in den Schlaf folgen, sind richtige Quälgeister!

Warum sollte man da nicht auch einmal das Herz als Entscheidungshilfe heranziehen?!

Durch die Beanspruchungen des Alltags bei der Arbeit und im Privatleben, ist man immerzu mit äußeren Dingen beschäftigt und verliert den Kontakt zu sich selbst. Der Kopf arbeitet auf Hochtouren, aber mit ihm stellen sich auch Zweifel ein und man kommt oft zu keinem befriedigendem Ergebnis.

Da ist es gut, wenn man zur Ruhe kommen kann und den Kontakt zu sich selbst wieder findet.

Eine kleine Übung:

Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen inneren Körper. Betrachte und fühle dich von innen und beobachte die Energien, die in dir kursieren. Man kann dabei sehr schön in sich selbst umherwandern – von oben nach unten und wieder zurück. Wichtig ist, an aufkommenden Gedanken nicht hängen zu bleiben. Sie haben jetzt keine Wichtigkeit.

Eine anfängliche, innere Unruhe, legt sich im Laufe der Betrachtung. Dann richte deine Aufmerksamkeit auf dein Herz! Spüre die Energien, die dort sind. Beobachte sie, ohne darüber zu urteilen.

Dann lasse einen Gedanken, der dich sehr beschäftigt, vom Kopf hinunter zu deinem Herzen sinken und warte einfach ab!

Möglicherweise wird es dich überraschen, was dein Herz dir antwortet. Sehr oft wird es dir raten, abzuwarten und zur Ruhe zu kommen, einfach erst einmal genau hier und nur jetzt zu sein. Wenn Tränen kommen wollen, dann lasse sie kommen. Sie werden dich leichter machen.

Das Herz wird in dir viel Vertrauen aufkommen lassen und du wirst es vielleicht genießen können, einen Schritt nach dem anderen zu tun und dabei viel Ruhe finden.