Archiv der Kategorie: Spirituelles

Bewusstsein?

Immer wieder habe ich mich gefragt, was „Bewusstsein“ denn eigentlich ist?
Was ist Gefühl und Gedanke und welche Rolle spielt der Körper?
Bei meiner heutigen Morgenmeditation kam unvermittelt ein Stück Klarheit angeflogen.

Demnach ist mein „Selbst“ zunächst einmal grundsätzlich körperlos. Es ist ein komplexes Gebilde aus unterschiedlichen energetischen Schwingungen, das für sich alleine (ohne Körper) nicht wahrnembar ist, aber veränderlich und im Ganzen unvergänglich ist.

Gedanken und Gefühle bilden in bestimmten, von außen erregten Situationen einzelne Teile innerhalb des komplexen „Selbst“-Gebildes ab (ist in solchen Situationen wohl das, was man mit Resonanz meint).
Ähnliche Gebilde, die von außen auf mich treffen, sammeln sich im Raum des „Bewusstseins“ und werden danach auf Körperebene spürbar. „Bewusstsein“ ist eine Projektionsfläche. Sie bildet nicht nur ab, sondern sie reflektiert ebenso und bietet den Raum, in dem neue energetische Gebilde entstehen können.

Mein Körper ist der unspektakulärste Teil des Ganzen. Er gleicht einem Partikel, der von Licht angestrahlt wird. Beim Auftreffen wird zunächst unsichtbares Licht in der Form des Partikels sichtbar.
Ebenso macht mein Körper energetische Gebilde spürbar, gibt ihnen Form und Qualität (Gefühl, Gedanke, körperliche Empfindung).

Auch auf Körperebene ist „Bewusstsein“ lediglich der völlig neutrale Raum, in dem sich Ereignisse nur abspielen. In ihm interagieren energetische Gebilde miteinander und werden nach außen gespiegelt.
„Bewusststein“ ist also vergleichbar mit einem Arbeitsplatz, der selbst nichts herstellt, aber den Raum für Kreativität bietet.

Insofern ist „Universum“ gleichzusetzen mit Bewusstsein. Es ist der Raum, in dem sich Ereignisse abspielen.

Wie oben, so unten, wie unten so oben, wie innen so außen, wie außen so innen…..

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Unterschied zwischen Emotion und Gefühl

Vor einiger Zeit hatte ich hier schon einmal etwas zu diesem Thema geschrieben.
Mittlerweile hat sich für mich für die beiden Begriffe, Emotion und Gefühl, eine etwas differenziertere Definition ergeben!

Demnach ist ein Gefühl ein im Körper empfundener Gedanke. Ein Gefühl geht also auf einen Gedanken zurück, der nicht (oder noch nicht) intellektuell erfasst wurde, sondern sich auf der Körperebene als Empfindung zeigt.

Der Psychologe Eugen T. Gendlin prägte dazu den Begriff Felt Sense:
Ein Felt Sense ist die körperliche Wahrnehmung eines bestimmten Problems oder einer bestimmten Situation.
Ein Felt Sense ist keine Emotion. Wir kennen Emotionen. Wir wissen, wann wir wütend, traurig oder fröhlich sind.
Einen Felt Sense erkennen Sie nicht sofort, er ist vage und unklar. Er ist die körperlich gespürte Bedeutung eines Problems oder Themas.
(Eugen T. Gendlin, Focusing)

Ein Gefühl ist zunächst einmal frei von Wertung, da der urteilende Intellekt nicht beteiligt ist.
Erst wenn Urteil und Wertung durch meinen Intellekt hinzukommen, entsteht daraus eine Emotion. Ein Gefühl, das als angenehm oder unangenehm empfunden wird, ist eine Emotion. Die Reaktion auf ein Gefühl macht es zur Emotion. So ergeben sich für Emotionen auch Etikettierungen, die es für ein Gefühl noch nicht gibt: Wut, Zorn, Neid, Angst, Begierde, Scham, Trauer, usw.

Oft ist der Übergang von Gefühl zu Emotion fließend und unbewusst, da sich der Intellekt sehr rasch mit dem aufkommenden Gefühl befasst.

Bin ich sehr achtsam gegenüber mir selbst, wie das während meditativer Übung geschehen kann, ist es mir möglich, ein aufkommendes Gefühl zu erspüren und wertfrei anzunehmen, ohne dass es sich in eine nach außen gerichtete Emotion verwandelt.

Der Frieden wartet hinter den Worten

Menschen, die etwas zum Frieden in der Welt beigetragen haben, benutzten zwar auch Worte, um ihre Botschaft weiter zu tragen, aber was durch diese Menschen wirkte, waren weniger die Worte, als vielmehr das was diese Menschen in ihrer Persönlichkeit „ausstrahlten“.

Insofern könnte man behaupten, dass Botschaften auch mit wenig Worten ihre Empfänger wirkungsvoll erreichen.

Ist das so?

Bei einem Workshop für Meditation zusammen mit dem indischen Meister Sri Sri Ravi Shankar wurde eine dahingehende Frage von ebendiesem dementsprechend beantwortet.

Wirksam ist das was ich bin und nicht vorrangig das was ich sage.
In der Tat:  Kommunikation besteht aus mehr als aus Worten. Dazu gesellen sich Aspekte der Körpersprache, wie Mimik, Bewegung, die für unsere Sinne mehr oder weniger bewusst registrierbar sind. Darüber hinaus aber dürften „feinstoffliche Schwingungen“ wirksam sein, die über das sinnlich Erfahrbare hinausgehen und dennoch ist unser Unterbewusstsein für diese empfänglich.

Man kann daraus durchaus den Schluss ziehen, dass sich unser kollektives  Menschsein in einem Kommunikations-Konflikt befindet, der dadurch entsteht, dass wir uns vorrangig auf Sprache verlassen und diese in den Fokus unserer Wahrnehmung rücken, und dass wir verlernt haben, auf unsere feine innere Stimme zu lauschen.
Diese – die innere Stimme – macht sich als Gefühl bemerkbar, die es zu „übersetzen“ gilt!

Wieviel Erfahrung und Weisheit haben wir Menschen der modernen westlichen Kulturen im Umgang mit unseren Gefühlen? Wie interpretieren wir sie und für wie wichtig halten wir sie?

Wie oft erleben wir, dass sensible Menschen einer Person ablehnend begegnen, deren Rede wir selbst als plausibel, sympathisch und schlüssig erachten?
Es dürfte an den „feinen Schwingungen“ liegen, die uns selbst entgangen sind, weil wir uns lediglich auf den Inhalt des gesprochenen Wortes fixiert hatten.

Viele werden sich erinnern, dass ein mit vielen Menschen gefüllter Raum von einer spezifischen Stimmung erfüllt sein kann. Diese kann beruhigend, vitalisierend, unangenehm gereizt oder von einer beliebig anderen Qualität sein.
Feststellbar ist dabei nur, dass es „einfach so ist“, ohne dass erklärbare Gründe dafür zu nennen wären.

Schon seit langer Zeit weiß man, dass das menschliche Unterbewusste einen großen Anteil an unserem Leben hat. Seit Sigmund Freud dürfte uns das unmissverständlich klar sein.

Vielleicht haben die Konflikte unserer Zeit einen bislang für uns verborgenen Sinn?
Vielleicht liegt der Sinn darin zu erkennen, dass wir uns selbst nicht verstehen und unsere Worte und unsere Präsenz unterschiedliche Botschaften vermitteln, die zu Verwirrung beim Empfänger führen. Dies dürfte sich im individuellen Rahmen ebenso verhalten, wie auf international politischer Ebene.

Das bis hier Spekulierte könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass der für 2012 angekündigte mystisch anmutende „Paradigmenwechsel“ weit mehr mit jedem Einzelnen zu tun hat, als man zu glauben traut…..

Das Buddha-Prinzip

Als der Buddha noch kein „Buddha“ war, bemerkte er beim Gehen, dass er einen Schritt unbewusst gegangen war. Also ging er ein paar Schritte zurück und ging den selben Weg noch ein Mal in bewusster innerer Haltung.
An diese Anekdote erinnere ich mich sehr oft. Fast täglich.
Vielleicht auch deshalb, weil Siddharta’s kompromisslose Konsequenz nahezu überzogen rüberkommt.

„Wer Erfolg hat, hat Recht“, sagt man heute und aus Siddharta’s Kompromisslosigkeit erfolgte seine Erleuchtung, was mit innerem und äußerem Frieden gleichzusetzen ist.

Würden wir heute alles (jeden Tag mehr) kompromisslos bewusst tun, sähe unser Leben und damit unsere Welt um ein Vielfaches friedlicher und glücklicher aus.
Vieles würden wir nicht brauchen, nicht tun und nicht wollen. Vieles würden wir wertschätzen, was unserer Aufmerksamkeit entgangen ist. Die vielen winzigen Details des Alltags würden sich in atemberaubende Geschenke der Freude verwandeln, weil wir wüssten, dass wir sie selbst ins Leben gerufen hatten.
Die großen Ereignisse in der Welt würden wir als Zeichen unserer kollektiven Schöpferkraft erkennen

Ganz sicher „leben“ wir in einer Ära der Bewusstlosigkeit, zu der wir uns bis heute selbst entschieden haben.

Alte Strukturen

Alte Strukturen zerbrechen physisch von außen nach innen. Spirituell verwandeln sie sich von innen nach außen.

Stille

Innere und äußere Stille gehört zum absolut Wichtigsten im Leben!
Nur dann kann ich die nahezu lautlosen Gedanken hören, die es in mir denkt. Sie sind heute die Samen für das, was ich morgen sein werde!

Herz und Verstand

Das Herz entscheidet sich immer für Totalität. Es macht keine halbe Sachen und dabei strebt es das intensivst mögliche Erleben an. So ist meine Erfahrung. Herz und Verstand existieren in einer ganz „unterschiedlichen Kultur“. Während der Verstand sich immerzu an Sinn, Zweck und Ergebnis orientiert, stürmt das Herz in die Richtung der lebendigsten, intensivsten und freudvollsten Erfahrung.
Erst hinterher stellt der Verstand fest, dass aus dieser Erfahrung Kraft, Sinn und Freude entstanden sind.