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Bewusstsein?

Immer wieder habe ich mich gefragt, was „Bewusstsein“ denn eigentlich ist?
Was ist Gefühl und Gedanke und welche Rolle spielt der Körper?
Bei meiner heutigen Morgenmeditation kam unvermittelt ein Stück Klarheit angeflogen.

Demnach ist mein „Selbst“ zunächst einmal grundsätzlich körperlos. Es ist ein komplexes Gebilde aus unterschiedlichen energetischen Schwingungen, das für sich alleine (ohne Körper) nicht wahrnembar ist, aber veränderlich und im Ganzen unvergänglich ist.

Gedanken und Gefühle bilden in bestimmten, von außen erregten Situationen einzelne Teile innerhalb des komplexen „Selbst“-Gebildes ab (ist in solchen Situationen wohl das, was man mit Resonanz meint).
Ähnliche Gebilde, die von außen auf mich treffen, sammeln sich im Raum des „Bewusstseins“ und werden danach auf Körperebene spürbar. „Bewusstsein“ ist eine Projektionsfläche. Sie bildet nicht nur ab, sondern sie reflektiert ebenso und bietet den Raum, in dem neue energetische Gebilde entstehen können.

Mein Körper ist der unspektakulärste Teil des Ganzen. Er gleicht einem Partikel, der von Licht angestrahlt wird. Beim Auftreffen wird zunächst unsichtbares Licht in der Form des Partikels sichtbar.
Ebenso macht mein Körper energetische Gebilde spürbar, gibt ihnen Form und Qualität (Gefühl, Gedanke, körperliche Empfindung).

Auch auf Körperebene ist „Bewusstsein“ lediglich der völlig neutrale Raum, in dem sich Ereignisse nur abspielen. In ihm interagieren energetische Gebilde miteinander und werden nach außen gespiegelt.
„Bewusststein“ ist also vergleichbar mit einem Arbeitsplatz, der selbst nichts herstellt, aber den Raum für Kreativität bietet.

Insofern ist „Universum“ gleichzusetzen mit Bewusstsein. Es ist der Raum, in dem sich Ereignisse abspielen.

Wie oben, so unten, wie unten so oben, wie innen so außen, wie außen so innen…..

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Nachhause kommen

Als Gautama Siddharta zum Buddha wurde, hatte er nicht Meditation erfunden, sondern er war zu Meditation geworden. Er hatte seine Augen für das innerste Wesen des Daseins geöffnet, das in jedem Individuum vorhanden ist.

Das innerste Wesen des Daseins ist die Kreativität und Liebe, die diese faszinierende Welt der Formen erschaffen konnte.

Ist es schwer zu verstehen, dass unsere Erde mit allem was sie als „Mutter“ hervorbringt, nur die Ausdrucksform von Kreativität und Liebe ist? Ist es möglich zu sehen, dass der Kampf mit den Dingen lediglich ein irrealer Kampf gegen ein Spiegelbild ist? Der Schritt des Erkennens, dass wir nach Glück und Frieden suchenden Menschen ebenso ein Spiegelbild sind, ist so winzig klein und dennoch erscheint er für unsere Vorstellung nicht zu überbrücken zu sein.

Vielleicht würde Buddha sagen: Du brauchst nur deine Blickrichtung ändern!

Möglicherweise würde er uns raten, nicht die Dinge selbst zu betrachten, sondern den Prozess, der sie verändert, entstehen und vergehen lässt. Betrachtung in dieser Weise ist eine Qualität, die nur das Herz bietet.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“.

Meditation im Alltag ist die Betrachtung meines Tuns, wie ich es tue. Mit welcher Hingabe, Kreativität, Liebe und Freude tue ich es? Weniger das Ergebnis steht für diesen Moment im Vordergrund, sondern meine innere Einstellung.

Bin ich ergebnisorientiert, trenne ich mich von mir selbst und meiner Kraft. das Tun wird zur Arbeit und zur Last.

Das „Göttliche“ hat mit seiner Schöpfung keine Last. Es „handelt“ in Liebe, Kreativität und Freude.