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Bewusstsein?

Immer wieder habe ich mich gefragt, was „Bewusstsein“ denn eigentlich ist?
Was ist Gefühl und Gedanke und welche Rolle spielt der Körper?
Bei meiner heutigen Morgenmeditation kam unvermittelt ein Stück Klarheit angeflogen.

Demnach ist mein „Selbst“ zunächst einmal grundsätzlich körperlos. Es ist ein komplexes Gebilde aus unterschiedlichen energetischen Schwingungen, das für sich alleine (ohne Körper) nicht wahrnembar ist, aber veränderlich und im Ganzen unvergänglich ist.

Gedanken und Gefühle bilden in bestimmten, von außen erregten Situationen einzelne Teile innerhalb des komplexen „Selbst“-Gebildes ab (ist in solchen Situationen wohl das, was man mit Resonanz meint).
Ähnliche Gebilde, die von außen auf mich treffen, sammeln sich im Raum des „Bewusstseins“ und werden danach auf Körperebene spürbar. „Bewusstsein“ ist eine Projektionsfläche. Sie bildet nicht nur ab, sondern sie reflektiert ebenso und bietet den Raum, in dem neue energetische Gebilde entstehen können.

Mein Körper ist der unspektakulärste Teil des Ganzen. Er gleicht einem Partikel, der von Licht angestrahlt wird. Beim Auftreffen wird zunächst unsichtbares Licht in der Form des Partikels sichtbar.
Ebenso macht mein Körper energetische Gebilde spürbar, gibt ihnen Form und Qualität (Gefühl, Gedanke, körperliche Empfindung).

Auch auf Körperebene ist „Bewusstsein“ lediglich der völlig neutrale Raum, in dem sich Ereignisse nur abspielen. In ihm interagieren energetische Gebilde miteinander und werden nach außen gespiegelt.
„Bewusststein“ ist also vergleichbar mit einem Arbeitsplatz, der selbst nichts herstellt, aber den Raum für Kreativität bietet.

Insofern ist „Universum“ gleichzusetzen mit Bewusstsein. Es ist der Raum, in dem sich Ereignisse abspielen.

Wie oben, so unten, wie unten so oben, wie innen so außen, wie außen so innen…..

Liebe ist Gegenwärtigkeit

Gegenwärtigkeit ist Liebe.
Liebe ist die Bereitschaft, die Erfahrung von Gegenwärtigkeit zuzulassen.
Gegenwärtigkeit ist die Anerkenntnis dessen was ist ohne mit Vergleich und Urteil identifiziert zu sein.
Meditation ist die Erfahrung von Gegenwärtigkeit.
Meditation ist die Erfahrung von Liebe .

Essenz und Intelligenz

Zweifellos ist Gaia, unsere Erde, ein Wesen von großer Intelligenz und alle ihre Kinder sind Erben dieser kosmischen Intelligenz.

Intelligenz ist ja schließlich kein Potential, über das nur der Mensch verfügt. Einzigartig ist am Menschen nur, dass ihm Intelligenz im Zusammenhang mit Denken bewusst wird.

Betrachtet man Lebewesen in Bezug auf ihre Eigenschaften und Fähigkeiten, darf man durchaus einen kreativen und intelligenten Schöpfergeist dahinter vermuten, der seine Schöpfungen ohne Computer und Technikerwissen zur Welt brachte.

Sicher kann man sagen, dass Intelligenz die Essenz des Lebens ist, und dass sie nicht nur im Prozess des Denkens zum Ausdruck kommt, sondern sich im freien Fluss des Lebens auf freudvolle Weise zeigt. Liebe ist der freie und freudvolle Fluss des Lebens. Er ist die Bejahung dessen was ist ohne zu bewerten oder zu trennen oder zu spalten. Die Essenz des Lebens ist das Angebot immer neuer Chancen und Möglichkeiten ohne sich von Altem abzuwenden, sondern es ist die Zuwendung zum Neuen.

Liebe ist auf diese Weise spielerisch und unernst, sorglos und unerschütterlich vertrauensvoll.

Essenz und Intelligenz beobachtet man ganz besonders bei Kindern, die auf spielerische Weise ihre Welt erkunden, bis sie von ihren Eltern mit der Welt der Sorgen und Zweifel konfrontiert werden.

Nachhause kommen

Als Gautama Siddharta zum Buddha wurde, hatte er nicht Meditation erfunden, sondern er war zu Meditation geworden. Er hatte seine Augen für das innerste Wesen des Daseins geöffnet, das in jedem Individuum vorhanden ist.

Das innerste Wesen des Daseins ist die Kreativität und Liebe, die diese faszinierende Welt der Formen erschaffen konnte.

Ist es schwer zu verstehen, dass unsere Erde mit allem was sie als „Mutter“ hervorbringt, nur die Ausdrucksform von Kreativität und Liebe ist? Ist es möglich zu sehen, dass der Kampf mit den Dingen lediglich ein irrealer Kampf gegen ein Spiegelbild ist? Der Schritt des Erkennens, dass wir nach Glück und Frieden suchenden Menschen ebenso ein Spiegelbild sind, ist so winzig klein und dennoch erscheint er für unsere Vorstellung nicht zu überbrücken zu sein.

Vielleicht würde Buddha sagen: Du brauchst nur deine Blickrichtung ändern!

Möglicherweise würde er uns raten, nicht die Dinge selbst zu betrachten, sondern den Prozess, der sie verändert, entstehen und vergehen lässt. Betrachtung in dieser Weise ist eine Qualität, die nur das Herz bietet.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“.

Meditation im Alltag ist die Betrachtung meines Tuns, wie ich es tue. Mit welcher Hingabe, Kreativität, Liebe und Freude tue ich es? Weniger das Ergebnis steht für diesen Moment im Vordergrund, sondern meine innere Einstellung.

Bin ich ergebnisorientiert, trenne ich mich von mir selbst und meiner Kraft. das Tun wird zur Arbeit und zur Last.

Das „Göttliche“ hat mit seiner Schöpfung keine Last. Es „handelt“ in Liebe, Kreativität und Freude.

Liebe ist Meditation

Wohl jeder kennt das Gefühl des Verliebtseins, das die Welt in den eigenen Augen zu einem verzauberten Platz werden lässt und in dieser Sichtweise die Dinge plötzlich ganz anders erscheinen lässt.

Verliebtsein ist eine Überdosis Liebe, ein Vorschuss Glück und eine Vorschau auf geheiltes Sein.

Verliebtsein wirkt für eine gewisse Zeit wie eine Droge.

Ebenso kennt jeder sicher die Symptome abflauenden Verliebtseins, die sich durch den zurückkehrenden Verstand, mit Fragen, durch Ängste und Zweifel bemerkbar machen.

Nicht anders verhält es sich mit Meditation. In der Klarheit aufsteigender Bewusstheit gibt es keine Fragen, keine Ängste und Zweifel, weil der Verstand, das Denken, Pause hat.

Wenn ich die Chance des Verliebtseins nutze, indem ich die Funktionsweise des Verstandes erkennen lerne, kann dies der Beginn für bedingungslose Liebe sein. Weder in der Meditation, noch in der Liebe existieren Dualitäten. Beides ist durchflutet von Herzenergie. Tatsächlich gibt es zwischen Meditation und Liebe keinen Unterschied. Beides ist das Ankommen im Herzen, dem Innersten. Beides ist begleitet von Ekstase, Glück und Kraft, die keinen Grund benötigen, um in himmlische Höhe zu wachsen. Sowohl in Meditation, als auch in bedingungsloser Liebe, erkenne ich in mir selbst das Ganze, bin verbunden ohne Trennung, fühle mich selbst ganz, ohne in Fragmente zersplittert zu sein.

Sowohl Liebe, als auch Meditation, sind Innenschau. Einen anderen Menschen kann ich nur lieben, wenn ich Liebe in mir und zu mir selbst entdeckt habe. Meditativ kann ich nur sein, wenn ich Klarheit in mir finde – dann entfaltet sich das Ganze vor meinen Augen.